Brutal und grausam: Veit Etzold – Blutgott

Nur eine kurze Bemerkung

IMG_9829Die Titelzeile kann nur noch getoppt werden durch „Brutalst und grausamst“ und das ist es, was den 7. Thriller der Clara-Vidalis-Reihe „auszeichnet“.
„Auszeichnet“ in Gänsefüßchen, weil es hier als ambivalenter Ausdruck benutzt wird. Anhänger blutiger Krimis werden begeistert sein, Leser mit schwachen Nerven, sollten das Buch meiden und sich besser in Cozy-Krimis vertiefen.
Die Story ist höchst interessant: Jugendliche Killerkommandos morden als Werkzeuge für jemanden im Hintergrund. Für Clara Vidalis eine schwierige Aufgabe, zunächst überhaupt zu erkennen, wer der wahre Täter ist, sich im dann zu nähern, dem Blutgott. Er rekrutiert für seine Aktionen „Nicht-Strafmündige“, unter 14-Jährige. Ein perverses Unterfangen.
Spannend, zum Teil so ekelhaft geschildert, dass sich fast der Magen umdreht.
Doch nebenbei verfällt Etzold auch in seine Zeit als Co-Autor von Michael Tsokos, indem zum Teil sehr ausführlich die Taten realer berühmter Mörder zitiert werden.
Ein Etzold-Thriller von großer Bandbreite, aber: sh. Titelzeile.

Zwischen diesem Thriller und den Krimis, bei der Witzigkeit keine Grenzen kennt und die mich zum Totlachen verführen wollen, gibt es zum Glück eine große Bandbreite, so dass ich mich nicht mit den Phänomenen an diesen Rändern beschäftigen muss.

 

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