Wie es begann mit Holmes und Watson: Sir Arthur Conan Doyle – Eine Studie in Scharlachrot

IMG_9331Echten Sherlockianern brauche ich nicht zu erzählen, wie Sherlock Holmes und Dr. Watson sich kennengelernt haben und Holmes die zwei Morde an Bürgern der USA in London aufgeklärt und den Mörder gefasst hat. Sie wissen es.

Allen anderen, die im TV Elementary und/oder Sherlock mit dem Benedict Cumberbatch als Holmes sehen, Sherlock-Holmes-Pastiches lesen oder gar zu Doyles Kriminalromanen und Erzählungen greifen, berichte ich hier darüber:

Im ersten Teil des Romans Eine Studie in Scharlachrot mit dem Untertitel „Aus den Erinnerungen von John H.Watson M.D., ehemals Mitglied des Medizinischen Dienstes der Armee“ beschreibt Holmes‘ Compagnon, wie er nach seiner Verletzung in Afghanistan und einer Typhus-Erkrankung wieder zurück nach England gelangte. Neun Monate wurde er darauf von der „fürsorglichen Regierung“ alimentiert, um sich mit der Pflege seines Befindens nach der Schädigung seiner Gesundheit zu beschäftigen. Das Pech war nur, dass er mehr ausgab, als der Staat ihm zahlte. So mußte er sich statt der Unterkunft in einer Pension eine neue, günstigere Bleibe suchen. Ein ehemaliger Mitarbeiter stellt ihm Kontakt zu einem Sonderling namens Sherlock Holmes her, der gerade auf der Suche nach jemanden ist, mit dem er sich  eine Wohnung in der Baker Street 221b teilen kann. Die beiden treffen zusammen, werden handelseinig und Watson zieht bei Holmes ein. Es folgt Watsons erster Versuch, seinen WG-Partner zu charakterisieren. Zudem erzählt ihm Holmes von der Wissenschaft der Deduktion, mit der er der Lobndoner Polizei hilft, Kriminalfälle zu lösen.

Und dann beginnt, was wir an Romanen und Erzählungen über Sherlock Holmes so lieben: Er klärt den Mord an zwei Amerikanern auf, bei dem die Polizei völlig daneben liegt, was Motiv und Täter anbelangt. Holmes erkennt, das der Grund für die Morde viele Jahre zurück liegt.

Im zweiten Teil erfahren wir das Motiv und die Geschichte darum herum, all das, das zu den Morden führte. Es ist ein Eintauchen in die Welt der Mormonen mit ihren strengen Regeln und eigenen Gesetzen Mitte des 19. Jahrhunderts in Amerika einschließlich des anmaßenden Verhaltens der führenden Clique.Wer sich nicht daran hält, muss leiden. Auf dieses Leid bezieht sich auch der Titel der ersten deutschen Übersetzung des Romans. Er lautet Späte Rache.

Eine Studie in Scharlachrot“ ist der Beginn des „Sherlock-Holmes-Werkkanons“.

— O —

Das Original „A Sudy in Scarlett“ ist 1887 erschienen.

Die erste deutschsprachige Version erschien 1894 im Lutz Verlag (Titel: Späte Rache), mir liegt der Roman als Band 1 der „Werkausgabe in 9 Einzelbänden“ des Haffmanns Verlag von 1984 in der Übersetzung von Gisbert Haefs vor.

— O —

In eigener Sache: Ich habe Interesse an den anderen Bänden der „Werkausgabe in neun Einzelbänden“. Wer einen der anderen Bände abgeben möchte, möge mit mir Kontakt aufnehmen

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