Peter Beck: Die Spur des Geldes

IMG_9253Der wahrhaftige Titel für dieses Buch ist leider schon besetzt vom James-Bond-Film „In tödlicher Mission“. Eine tödliche Mission ist das Thema dieses brisanten Thrillers, bei es sich um die Planung eines der übelsten Verbrechen an der Menschheit handelt, das vorstellbar ist. Diesem Vorhaben kommt der Sicherheitschef einer Schweizer Bank, Tom Winter, auf die Spur, als er auf „Die Spur des Geldes“ – so der banale Titel dieses Romans – angesetzt wird. Das Geld ist auf das Konto eines Berliner Wasserwerkers geflossen, der arg malträtiert in einen tiefen Brunnenschacht geworfen wurde und dabei starb.

Dieser Mord ist nur ein kleiner Schritt auf dem Weg der „Missionare“, die über die Wasserversorgung großer Städte Terror ungeheuren Ausmaßes planen. Ein komplexes Konzept steht kurz vor der finalen Umsetzung und Winter muss sich beeilen, die letzten Aktionen der Terroristen zu vereiteln. Von Bern aus jettet er zunächst nach Berlin, anfangs noch ahnungslos, in welche Angelegenheit er sich begibt. Bis nach Dagestan führt ihn seine Jagd nach dem Strippenzieher. London, München, Zürich und Istanbul sind Zwischenziele, bevor es nach einer ersten Katastrophe zum großen Showdown in Berlins Abwassersystem und einem Hafenbecken kommt.  Auf diesem Weg hinterlässt Tom Winter in bester Thrillermanier etliche Leichen. Meist ist er dabei auf sich selbst gestellt, denn Polizei, BKA und andere Dienste unterschätzen lange Zeit die Gefahr, in die von der tödlichen Mission ausgeht. Wie James Bond kämpft sich Winter zum Zentrum des Bösen und deren „Waffen“, verhindert den dystopischen Ausgang der Mission in Berlin.

Peter Beck zeigt mit dieser Fiktion, dass scheinbar Unglaubliches so unrealistisch gar nicht ist. Ignoriert man beim Lesen einige stupide Liebesszenen – Winter ist in dieser Beziehung meilenweit von Bond entfernt und auch sein „Girl“ kann es nicht mit den 007-Gespielinnen aufnehmen – bleibt ein Roman zurück, der durchaus Angst vor einem denkbaren Szenario entstehen lassen kann. Ein interessanter Plot, der sowohl ein große Menge Thrill beinhaltet aber auch Zeit zum Nachdenken über die hier beschriebenen Gefahren einfordert.

— O —

Versteckt auf der Rückseite des Bucheinbands befindet sich der wahrhaftige Titel dieses Thrillers – wie anfangs erwähnt leider bereits durch einen James-Bond-Titel vergeben:

IMG_9254-001

— O —

Peter Beck: Die Spur des Geldes, erschienen 2019 im Emons Verlag

Dieser Beitrag wurde unter Rezension abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..