Mit den Waffen einer Frau – oder: Die delikate Art zu töten

Auf der Suche nach ungewöhnlichen Morden bin ich wieder fündig geworden. Es ist ein sorgfältig geplanter Mord, eine äußerst delikate Art des Tötens – und meines Wissen einzigartig:

Mord beim Vorspiel.

Das Vorspiel ist ein Muss, wenn man wirklich intensiven Sex genießen will. Die Lust wird hier langsam gesteigert, wobei es beim Vorspiel um mehr geht als ein paar zärtliche Küsse und sanfte Streicheleinheiten. Hier kann (und soll) es auch richtig hot werden! Gegenseitiges Streicheln – besonders in den erogenen Zonen -, Knutschen, Knabbern, Saugen und Lecken machen Lust aufeinander und heizen so richtig ein. ( Quelle: gofeminim – Das Vorspiel: So wird Sex zu einer runden Sache)

In Die lange Reise von Annelie Wendeberg  erzählt die Bakteriologin und Epidemiologin Dr. Anna Kronberg dem berühmten Sherlock Holmes, wie sie ihren gemeinsamen Widersacher James Moriaty getötet hat. Anna war bekanntlich von Moriaty entführt worden. Sie sollte für ihn biologische Kriegswaffen aus Bakterien entwickeln. Zudem begehrte Moriaty seine Gefangene und diese ergab sich dem üblen Verbrecher auch im Bett. Doch die Art, wie Moriaty das Vorspiel zu einer runden Sache gestaltete, brachte ihm schließlich den Tod.

Hier die Passage aus dem dritten Anna Krimi Die lange Reise:

20151018_134040-001Ich habe Annelie Wendeberg gefragt, ob diese Art des Tötens ihrem „Hirnkastel“ entsprungen sei. Die Antwort war „Ja!“

– Ohne jeden weiteren Kommentar –

20151009_134528Annelie Wendeberg: Die Lange Reise, erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 2015. Dieser Krimi wurde von Annelie Wendeberg zunächst in englischer Sprache selbst publiziert. Übersetzung ins Deutsche von Kathrin Bielfeldt und Jürgen Bürger.

Das Foto mit dem Text erscheint hier mit freundlicher Genehmigung des Verlags

Mehr über ungewöhnliche Mordinstrumente und Todesarten auf der Seite Ungewöhnlich

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3 Antworten zu Mit den Waffen einer Frau – oder: Die delikate Art zu töten

  1. zeilentiger schreibt:

    Der Überlieferung nach soll es im (persischen? indischen? ich weiß es nicht mehr) Altertum ‚Giftmädchen‘ gegeben haben, junge Frauen, die über Jahre mit kleinen Mengen Gift ‚imprägniert‘ wurden, sich selbst an die Substanz gewöhnten, aber im Laufe der Zeit so viel von der giftigen Substanz aufgenommen haben, dass sie den Mann, dem sie sich schließlich – vielleicht als ‚Geschenk‘ überreicht – hingaben, im Liebesspiel töteten. Das erforderte allerdings eine deutlich längere Vorbereitungszeit als in diesem Roman …

    • Philipp Elph schreibt:

      Danke, lieber Holger. Und ich sage immer wieder: Krimilesen bildet, auch wenn dies über einen Kommentar geschieht.

      • zeilentiger schreibt:

        Schön gesagt. Lieber Philipp, ich staune auch immer wieder, über welche Wege man Neues lernt. Die letzten Tage haben beispielsweise zwei Menschen, die überhaupt nichts miteinander zu tun haben, mir von sich aus ein (überhaupt nicht neues) Buch ans Herz gelegt. Ich glaube, dieses Buch brauche ich einfach.

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