Tschechows Gewehr – oder von der Last des Krimi Lesens

Aus: Sara Gran - Dope

Aus: Sara Gran – Dope

Es passiert so schnell. Ich lese einen Satz, wundere mich, zucke mit den Schultern. Irgendwie fehlt mir ein Bezug, verschließt sich mir die Bedeutung der Worte.                    Die Story ist spannend, ich lese weiter. Vergesse „Tschechows Gewehr“.

Dann, ein paar Tage später „Die Freude am Schreiben“* in der lokalen Tageszeitung über ein Sommercamp unter dem Motto „Krimis schreiben“ für die Preisträger eines Schülerschreibwettbewerbs mit dem Krimiautor Alexander Pfeiffer. Darin:

Wenn im ersten Akt ein Gewehr an der Wand hängt, dann wird es im letzten Akt abgefeuert.“

Es geht darum, dass die Teilmehmer des Kurses lernen, einen Spannungsbogen aufbauen, auch im Sinne des Tschechow-Zitats. „Foreshadowing“ nenne sich das heute, erläutert der Wiesbadener Autor……. Und dieses Prinzip des Schatten-Vorauswerfens funktioniere auch umgekehrt: „Wenn ich weiß, dass ich im vierten Akt schießen lassen will, dann kann ich das Gewehr auch schon vorher mal zeigen.

Weitere Ausführungen zu Tschechows Gewehr und dem Foreshadowing lese ich in den unten angegebenen verlinkten Quellen.

Hätte ich das doch bloß nicht gelesen! Jetzt werde ich in jedem Krimi nach Tschechows Gewehr suchen!

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