Christian Eckl: Der Mann im Mond ist tot

P1010538Der Mond als Fundort einer Leiche! Ist er auch Tatort für einen Mord, der vermutlich zur Zeit der ersten Mondlandung der Amerikaner im Jahr 1969 verübt wurde? Was trieben Armstrong und Aldrin an einem Tag im Juli vor 45 Jahren bei ihrem Ausflug auf dem Mond?

Wären gut 40 Jahre nach dem großen Ereignis nicht europäische Astronauten auf dem natürlichen Satelliten der Erde gelandet, kein Mensch hätte jemals von der alten Geschichte erfahren.

Aber so stochern einige Leute in der Vergangenheit.

In diesem Stochern wird ein Wissenschaftsjournalist entführt, trifft auf einen Geheimdienstchef, erhält den „Auftrag“ zu recherchieren. Die Recherche erweist sich als höchst gefährlich. Es wird nicht nur verheimlicht, sondern auch nach dem Leben des Rechercheurs und dessen Helferin getrachtet.

Was wirklich passiert ist, damals, woher der Tote kommt, wer getötet hat und warum, wir Leser erfahren es. Christian Eckl schildert die „wahren Ereignisse“ in einem Erzählstrang. In einem zweiten erleben wir die Arbeit von Stefan Teller, jenem Journalisten, der bei seinen Recherchen an seine Grenzen stößt.

Es sind zwei fantastische Geschichten von damals und heute. Das Damals mit all den Verwicklungen zur Zeit des Kalten Krieges wird vom Autor außerordentlich einfallsreich geschildert. Das Heute, die Art und Weise der Handlung, sollte nicht auf Glaubwürdigkeit hin untersucht werden. Da passieren seltsame und unvorstellbare Dinge. Das Geschrei nach fehlender Authentizität und Korrektheit, das anderswo angestimmt wurde, ist für mich nicht nachvollziehbar. Es ist eine Fiktion – im Damals wie im Heute – und stört das „Geschehen“ auf dem Mond zur Zeit der ersten amerikanischen Mondlandung nicht sonderlich.

Als störend empfand ich lediglich die brave Sprache. Krimi muss zwar nicht reißerisch dargestellt werden, jedoch könnte das Buch mehr frische Sprache und eine weniger distinguierte Ausdrucksweise von Christian Eckl vertragen.

Einmalig sind jedoch Tatort und Motiv dieser ungewöhnlichen Geschichte – und das macht sie trotz der beschriebenen Schwächen lesenswert.

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Deutschland 2014

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2 Antworten zu Christian Eckl: Der Mann im Mond ist tot

  1. immerweiter schreibt:

    der mann im mond ist tot… oh gott oh gott… 🙂

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