Arwyn Yale: Todesschwestern

P1010528Selbstmordgedanken prägen ab einem bestimmten Zeitpunkt das Leben der beiden Schwestern Noelle und Joss. Sie enden zunächst mit dem gelungenen Suizid der sechzehnjährigen Noelle, während die ein Jahr Ältere, vom Mut verlassen, den Versuch verletzt überlebt. Bei der Trauerfeier für Noelle gibt die große Schwester ein Versprechen, das zu tun, was getan werden muss: Den zu beseitigen, den sie für ihren Gemütszustand verantwortlich machten.

Es sind dunkle Wolken, die über dieser ungewöhnlichen Geschichte schweben. Zum einen die Wolke des Selbstmordgedankens, zum anderen die Wolke, von seinen Bezugspersonen nicht verstanden und geachtet zu werden. Das alles aus den Blickwinkeln heranwachsender weiblicher Teenies. Einiges, was die Teenies hier bewegt, enttäuscht, Hass bei ihnen hervorruft, ist begründet auf ihren Erfahrungen mit den Eltern und anderen Erwachsenen, anderes basiert auf fürchterlichen Missverständnissen.

Mag sein, dass Arwyn Yale mit diesem Krimi bewusst das Teenie-Klientel ansprechen will, denn zum Schluss wird ausführlich über die Überwindung des Suizidgedankens gesprochen. Die Geschichte lässt eine positive Zukunft für eine der Betroffenen erhoffen. Die guten Argumente kommen von Privatdetektiv Nathan O‘ Brian, der den Auftrag bekam, Joss wiederzufinden, als diese aus ihrem „normalen“ Leben verschwindet. Er findet sie, begleitet die junge Frau, befreit sie von ihren mörderischen und selbstmörderischen Gedanken. Er sorgt am Schluss dafür, dass Joss wieder eine Perspektive für ihr künftiges Leben bekommt.

Wenn ich jetzt das Ende der Geschichte in Bezug auf Joss verraten habe, habe ich dennoch kein bisschen von der Spannung genommen, die dieser Krimi beinhaltet. Ich will damit nur zeigen, dass eine dieser, den Roman prägenden Wolke sich verflüchtigt. Niemanden möchte ich vom Lesen abschrecken, der vermuten könnte, dass dieser Plot in tiefster Schwärze ertrinkt.

Ein ungewöhnlicher Stoff, den Arwyn Yale hier großartig beschrieben hat.

Dennoch gibt es – abseits der Handlung – eine andere dunkle Wolke, die über dem Buch liegt. Es ist die Menge an Rechtschreib- und Interpunktionsfehlern, der verlorene Kampf um Zeilenumbruch und Formatierung. Davon sollte sich jedoch keiner abhalten lassen, diesen Pageturner zu genießen.

Wie mir die Autorin mitgeteilt hat, ist inzwischen die korrigierte Fassung bei Ebook und Printausgabe im Handel!

Bravo! Arwyn Yale!

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Erschienen 2014, Self-publishing

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