Liebelein – hab‘ ich das etwas verpasst?

Ich lese nun mal gern Kriminalromane, sehe auch Krimis im Fernsehen. Es fällt mir schon nicht mehr auf, wenn es wieder einmal heißt: „Das weiß ich nicht!“, gleich ob dieser Satz vom Verdächtigen, vom Zeugen oder dem Kommissar kommt.

Jetzt bin ich gerade über das „Liebelein“ gestolpert. Die Ex-Kommissarin wird so von ihrer Freundin aus der Taunus-Schickeria angeredet und schwupps, zwei Krimis später stoße ich wieder auf diese Anrede. Die kölsche Deern spricht so ihre Freundin an, beides Personen, die dem Yuppie-Alter entwachsen, aber weiterhin der P-Schicht zuzuordnen sind.

„Liebelein“ – scheint wohl das neue „Schätzchen“ zu sein.

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9 Antworten zu Liebelein – hab‘ ich das etwas verpasst?

  1. Philipp Elph schreibt:

    Hat dies auf Philipp Elph rebloggt.

  2. Utasflow schreibt:

    Diese Wortschöpfung habe ich auch noch nicht gehört. Liebelein reimt sich auf klein!
    Aufgefallen ist mir in der Jugendsprache, dass sich das „Ey Alter“ in „Ey Junge“ wandelt. Das wiederum finde ich passend. 🙂

  3. meikesbuntewelt schreibt:

    „Liebelein“, das erinnert mich so an unsere liebe Roswitha. Von der habe ich das erstmals gehört 🙂

  4. karu02 schreibt:

    Ich kannte den Begriff, weil es gebürtige Kölner im Bekanntenkreis gibt. Es ist mit Schätzchen oder Liebchen gleichzusetzen. Der echte Kölner sagt auch Leevje, Leevsche gesprochen, was aber nur
    ein echter Kölner richtig hinkriegt.

  5. Wolfgang Otto schreibt:

    Also ich hatte auch mal eine Kollegin, aus Köln, die dieses „Liebelein“ in ihre Sätze einbrachte.
    Hab dem aber nicht so viel Bedeutung beigemessen, denn ihr Schätzchen war ich sicher nicht, sollte wohl nur auf eine gewisse Vertrautheit hinweisen.
    Oder so.

  6. Roswitha schreibt:

    Also Liebelein ist ein Schätzeken sozusagen. Der Begriff ist im Rheinland weit verbreitet, besonders in Köln. Liebchen geht auch. Ob die Yuppie-Generation das noch benutzt? Es ist ein Ausdruck von Zuneigung, Vertrautheit und Wohlwollen. Aber nicht zu persönlich. 🙂 Ich mag es sehr.

    • Philipp Elph schreibt:

      Danke Roswitha, mein Liebelein, ich wußte: Auf Dich ist Verlass!

      • Roswitha schreibt:

        Sehr gerne. Mir gefällt es ja, dass nicht nur Rheinländer dieses wunderbare Wort stilsicher verschenken können …

  7. kormoranflug schreibt:

    Manche Partner wollen nicht verkleinert und verallgemeinert werden. Hier empfiehlt sich immer der Vorname 😉

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