Mike Nicol: killer country

Exif_JPEG_PICTUREHeita, Bru, Sisi!

Draußen herrscht Krieg, mein Freund. Also immer lächeln. Sie sind noch am Leben. Es ist ein herrlicher Tag.

Nicht immer ist ein Tag herrlich im Leben von Mace Bishop und Pylon Buso, die nach jahrelangen Waffenschiebereien seit einiger Zeit sauber sind und ihre Firma „Complete Security“ mit gutem Erfolg in Kapstadt führen. Alles wäre gut, wenn nicht immer wieder die Versuchung da wäre, an das große Geld zu kommen- an das alte schmutzige und neues, das sauber wäre. Und wenn es nicht noch die alten Freunde und Feinde gäbe, die – jede Gruppe auf ihre Weise – den beiden das Geschäft zum bequemen Leben vermiesen wollen, und zwar bis zu ihrem oder dem Ableben ihrer Liebsten.

Dieser zweite Teil der von Mike Nicols Rache-Trilogie schließt sich inhaltlich nahtlos an payback an. Besonders im ersten Drittel wird häufig Bezug auf die vorhergehenden Ereignisse genommen, so dass es nicht einfach ist, in die Story einzusteigen, ohne die Geschehnisse von payback zu kennen.

Jedenfalls wollen die beiden Security Chefs ganz groß ins Immobiliengeschäft einsteigen und altes Geld waschen, das auf den Cayman Islands zwischengelagert ist. Dumm, dass ein einflußreicher Konkurrent über Leichen geht und auch noch ein Bündnis zu haben scheint mit einer Person, die mit den beiden Neueinsteigern in das lukrative Geschäft noch eine Rechnung offen hat. Kenner des ersten Teils der Trilogie kennen sie bereits. Es ist die Anwältin mit der verkrüppelten linken Hand, Sheemins February, und die ist bekanntlich ein ganz harter Brocken und eine gewiefte Patin bei diversen Geschäften.

Da Mace und Pylon aber lange Zeit nur Einblick in Teile des Gesamtbildes haben, ist es schwer für sie, die richtigen Schlüsse zu ziehen und entsprechende Maßnahmen zum Geschäftserfolg sowie zu ihrem Schutz, der ihrer Familien und Klienten zu treffen. Immer wieder werden sie von der brutalen kriminellen Energie ihrer Widerparts überrascht und die einzige, die ihren Weg konsequent zu gehen scheint, ist die Frau mit der verkrüppelten Hand, ihrem Andenken an Mace und Pylon.

Soviel sei verraten. Die Geschichte endet traurig, aber nicht so traurig, dass es nicht einen dritten Teil dieser Trilogie gibt.

Das Südafrika, das Mike Nicol beschreibt, ist noch immer geprägt von Gewalt und Korruption, von Kapitalverbrechen jeglicher Art. Der Staat sieht scheinbar machtlos zu, weil höchste Amtsinhaber bei kriminellen Handlungen gewichtige Rollen spielen. Es gilt das Gesetz der Straße, andere nennen es Sozialdarwinismus: die kriminelle Intelligentia und die Rache-Queen verbündet sich mit den brutalsten oder gewieftesten Killern, um Macht und Reichtum zu mehren und alles, was sich ihnen in den Weg stellt, umzunieten. Dagegen kämpft das (inzwischen) Gute in Person von Mace und Pylon. Ein Kampf, den die beiden nicht gewinnen können – oder doch? Der dritte Teil der Rache-Trilogie (Originaltitel black heart) wird es zeigen, ob Sheemina February ihre alten Feinde zerstören kann oder es märchenhaft für die beiden „Guten“ ausgeht. Nach dem Motto …. und wenn sie nicht gestorben sind, dann…

Originaltitel: killer country, Südafrika 2010, dt. 2012 (Übersetzung: Mechthild Barth)

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3 Antworten zu Mike Nicol: killer country

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