Bielfeld & Hartlieb: Bis zur Neige – Ein Fall für Berlin und Wien

Toter österreichischer Edelwinzer traf sich mit erschossenem Berliner Szenelokalbertreiber – zu beider Lebzeiten. Nun sind sie nicht mehr unter den Lebenden. Den einen hat’s in seiner Edel-Kneipe erwischt, den anderen im Keller des Edel-Weinguts.

Quicklebendige Wiener Kommissarin ermittelt an dem einen, hitzegeplagter Berliner Kommissar am anderen Ort. Zunächst an getrennten Fällen, doch dann ergeben sich Verknüpfungen.

Exif_JPEG_PICTUREBerliner Autor und Wiener Kollegin schrieben gemeinsam diesen Krimi, den zweiten Fall für Anna Habel (Wien) und Thomas Bernhardt (Berlin), wobei sich Letztere zum Schluss gemeinsam im Bett wiederfinden.

Der Krimi lebt von der Spannung zwischen den beiden Ermittlern, deren unterschiedlicher Mentalität, wobei die des Berliners eher westfälisch ist und die der Wiener Kollegin oftmals recht provinziell. Das Konstrukt – hier ein Mord, da ein Mord – erscheint, wie der Name schon sagt, arg konstruiert. Andererseits ist die Vergangenheit der beiden Verblichenen und deren damaliges Umfeld recht interessant, und führt zurück in die Zeit, als Studenten noch revoluzzen wollten und der Blütezeit der Treuhandanstalt mit ihren Auswüchsen.

In diesem zweiten Buch des Autoren- sowie Ermittlerpaares braucht nun nicht noch einmal das Basiswissen um das bisherige Leben von Bernhardt und Habel beschrieben zu werden und so wird der Handlung hierin mehr Raum eingeräumt.

Ein etwas gelungenerer Versuch als beim Erstling. Der Versuch, durch die zwei Handlungsstränge an den verschiedenen Orten anders sein zu wollen als die stark geographisch beschränkten Handlungen der Regionalkrimis. Aber zwei Orte in verschiedenen Ländern verleihen diesem Krimi noch keinen Hauch großer weiter Welt.

Deshalb ordne ich diesen Roman in die Sparte „Kann man lesen, muss man aber nicht“ ein.

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Erschienen: Deutschland 2012

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Diese Rezension wurde zuerst veröffentlicht am 09.01.2013 auf http://philipp1112.wordpress.com

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