Siegfried Langer: Sterbenswort

Interessante Story, ragt aus dem Einheitsbrei von Serienmörder-Thrillern durch raffinierte Erzählweise unblutig heraus.

 Damals entsorgten zwei Männer zusammen mit zwei Frauen einen gemeinsamen toten Freund bei dichtem Schneegestöber über ein Brückengeländer auf die Gleise vor einen heranfahrenden Regionalzug.

Heute ist eine der Frauen Ärztin und alleinerziehende Mutter der vierjährigen Mia, hat das Damals hinter sich gelassen und vergessen – bis sie merkt, dass während ihrer Abwesenheit jemand in ihrer Wohnung Sachen verräumt, Wasserhähne öffnet und andere Zeichen seiner Anwesenheit setzt. Große Angst bekommt Ärztin Kathrin Voss, als ihre Tochter im Kindergarten von einem Mann angesprochen wird, der sich als Erik vorstellt. Erik war derjenige, der von Kathrin und ihren Freunden tot vor den Zug geworfen wurde. Zweifel kommen bei der Mutter auf, ob die Leichenteile, die damals auf und neben den Gleisen gefunden wurde, wirklich die von Erik waren.

Die Ärztin sucht Kontakt zu den Freunden von damals – einer von ihnen, der inzwischen erfolgreiche Rechtsanwalt Heinrich – damals zu Studentenzeiten waren er und Kathrin ein Paar – erhält Mails mit Drohungen von Erik, während ihr von derselben Person angedroht wird, dass Mia etwas passieren werde. Erik will Rache nehmen und warum, das ergibt sich aus dem Damals.

Neben dem Heute, in dem die Angst und die Panik des ehemaligen Paares von Tag zu Tag steigen, weil sie immer neue Botschaften des toten oder doch nicht toten Eriks erhalten, erklärt ein zweiter Strang das Damals. Wie es dazu kam, dass sich das Schicksal einer glücklichen Vierer-Studenten-WG plus einem weiteren Freund so dramatisch mit dem Tod eines der fünf Freunde änderte.

Schon der Prolog beschreibt wie Mia gefesselt in einem dunklen kleinen Ort liegt. Und so steigt mit der Angst und der Panik von Kathrin und Heinrich die Spannung eines weitgehend unblutigen aber packenden gut geschrieben Thrillers.

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Erschienen: Deutschland 2012

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Diese Rezension wurde zuerst veröffentlicht am 21.07.2012 auf http://philipp1112.wordpress.com

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