Andrea Maria Schenkel: Kalteis

Die Bloggerin und Korrekturleserin Lakritze hat neulich an anderer Stelle kommentiert: “Ich bin zuerst an Kalteis geraten und habe daraufhin nichts weiter von ihr gelesen. Mochte ich nicht.” Recht hat sie, Kalteis (erschienen 2007) kann LeserInnen davon abhalten, bessere Romane (Tannöd und Finsterau) von A.M.Schenkel zu lesen.

Da radelt Kathie im München der 30er Jahre des letzten Jahrhunderts ihrem Tod entgegen, der ebenfalls radfahrend unterwegs ist. Sie gerät ins Visier von Johann Eichhorn, Vergewaltiger von Hunderten von Frauen und mehrfacher Mörder mit kannibalischen Gelüsten. Kathie, das ist eine junge Frau, die es aus einem kleinen Dorf in die große Stadt zieht, um dort ihre Träume zu verwirklichen.

Die Geschichte läuft weitgehend spannungsfrei ab – wie Mountainbiking in ostfriesischer Marschlandschaft, ohne aufregende Höhepunkte oder rasante Fahrten in die Tiefe. Eine solche Fahrt langweilt dann doch mit zunehmender Dauer. Bezogen auf das Buch heißt das: Ich habe über 150 Seiten darauf gewartet, dass es einmal richtig spannend wird – vergeblich!

Wer über die echte “Bestie von Aubing” lesen möchte, auf deren Wirken dieser Roman beruht, sollte es hier tun.

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Erschienen: Deutschland, 2007

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Diese Rezension wurde zuerst veröffentlicht am 02.04.2012 auf http://philipp1112.wordpress.com

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