Arthur Conan Doyle: Der blaue Karfunkel

Immer wieder zur Weihnachtszeit taucht irgendwo „Der blaue Karfunkel“ von Sir Arthur Conan Doyle auf, die Kriminalgeschichte, in der Sherlock Holmes den Dieb des berühmten und berüchtigten blauen Diamanten sucht und findet. Und da der Detektiv an Weihnachten auf diesen Fall stößt, ist dies wohl auch der Grund, warum die Geschichte gerade zu dieser Zeit immer wieder den Diamanten und die Intelligenz von Sherlock Holmes leuchten läßt.

Ob es sich hierbei wirklich um einen Kriminalfall handelt, muss der Leser entscheiden, denn Sherlock Holmes will zunächst den Fall als kleinen Zwischenfall abtun, nicht als Verbrechen. Ein Zwischenfall bei dem der Dienstmann Petersen in der Weihnachtnacht Zeuge einer Rangelei zwischen einem Mann, der eine Melone auf dem Kopf trägt und eine Weihnachtgans geschultert hat, und einer Gruppe von Rowdys. Dabei verliert der Hutträger Melone und Gans. Sowohl er als auch die Rowdys nehmen Reißaus, als sie den Dienstmann in seiner uniformähnlichen Kleidung sehen, und Petersen nimmt sich des Hutes und des toten Vogels an. Die Melone wird bei Holmes abgeliefert, die Gans soll in der heimischen Ofen wandern.

Sherlock Holmes doziert tags darauf seinem Watson, was Hut und Gans über ihren ehemaligen Besitzer veraten, als Peterson mit einem wertvollen Diamanten erscheint, den er im Hals der toten Gans gefunden hat. Es ist der blaue Karfunkel, ein äußerst wertvoller Diamant. Wenige Tage zuvor wurde er ihrer Besitzerin gestohlen.  Die Zeitungen schrieben auch, dass der Dieb bereits überführt und verurteilt wurde. Zur Wiederbeschaffung des verschwundenen Diamantens sei eine Belohnung von 1000 Pfund ausgelobt.

Der Detektiv möchte trotzdem den Weg des Diamanten und somit zunächst der Gans zurückverfolgen und stößt dabei auf den wirklichen Dieb. Die Polizei hatte sich zum falschen Täter führen lassen – und so lässt schließlich Holmes den wahren Täter laufen, denn er,  so sagt der Detektiv, sei nicht dazu da, die Fehler der Polizei wieder gutzumachen.

Die ist eine nette Geschichte, nicht nur in der Vorweihnachtszeit zu lesen, bei der Arthur Conan Doyle zeigt, mit welcher Gehirnakrobatik Sherlock Holmes Fälle lösen kann.

________________________________________________________

Originaltitel: The Adventure of the Blue Carbuncle, England 1892, dt. ?

_________________________________________________________

Diese Rezension wurde zuerst veröffentlicht am 08.11.2011 auf http://philipp1112.wordpress.com

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Rezension abgelegt und mit , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s